(Discription in german only, Sorry)
ORIGINAL DEUTSCHE FILMWOCHENSCHAU: "BLICK IN DIE WELT" AUS DEM JAHRE 1960.
Eine Wochenschau ist eine ursprünglich für das Kino produzierte, wöchentlich neu erstellte Nachrichtensendung. Die Kino-Wochenschauen, die meist vor dem eigentlichen Hauptfilm ausgestrahlt wurden, gelten als Vorläufer der heutigen Fernsehnachrichten.
GESCHICHTE:
Als erste eigenständige Wochenschau gilt das französische Eclair-Journal (Frankreich im Jahr 1907). Vorläufer des Wochenschau-Formats waren die Aktualitäten-Filme, die seit 1896 aus Frankreich nach Deutschland importiert wurden und sehr populär waren. Erst seit 1911 wurden in Deutschland eigene derartige Filme produziert.
Als erste größere deutsche Wochenschau gilt die Messter-Woche, die erstmals am 23. Oktober 1914 gezeigt wurde. Die erste Wochenschau in Österreich erschien im September 1914 mit dem Kriegs-Journal der Wiener Kunstfilm-Industrie (siehe auch: Geschichte der Wochenschau in Österreich).
International haben sich vergleichbare Sendungen etabliert. Es bestand ein internationaler Austausch von Bildmaterial zwischen den verschiedenen nationalen Wochenschauen.
In Deutschland gab es bis 1940 vier jeweils privat produzierte, konkurrierende Wochenschauen, die dann seit 1940 in der von der UFA produzierten Deutschen Wochenschau von den nationalsozialistischen Machthabern zentralisiert und gleichgeschaltet wurden.
In den 1950ern existierten in vielen deutschen Städten spezialisierte Kinos, die von Morgens bis in die späte Nacht Wochenschauen und Trickfilme spielten. Bei kontinuierlichem Betrieb konnte man sich beliebig lange im Kino aufhalten, also die Filme und Wochenschauen mehrfach sehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Kino-Wochenschauen nach und nach durch das neue Medium Fernsehen abgelöst, wo vergleichbare Sendungen erschienen. Ersetzt wurden sie vor allem durch tägliche Nachrichtensendungen wie hierzulande die Tagesschau oder die Tagesthemen.
Das inhaltliche Angebot der Wochenschauen war breit gefächert, allerdings spielten Kriegshandlungen meist eine übergeordnete Rolle. Vor allem in Kriegszeiten sowie unter diktatorischen Regimes waren Wochenschauen ein wichtiges Medium der Propaganda.
FORMAT:
Die durchschnittliche Filmlänge einer Wochenschau-Sendung betrug ca. 300 Meter, was (bei 1 Minute = 28,5 Meter) einer Dauer von ca. 10 Minuten entspricht.
Die bis 1940 gezeigte UFA-Tonwoche hatte jedoch zumindest während des Zweiten Weltkriegs für gewöhnlich jedoch eine Länge von 600 bis 800 Metern, was einer Abspiellänge von 20 bis 30 Minuten entspricht.